In meinem zweiten Teil des Reisetagebuchs über Island im Winter berichte ich über die Orte, die wir in dieser einen Woche besucht haben. Leider war vieles vom Wetter abhängig, aber wir haben das Beste daraus gemacht. In Island muss man jederzeit mit plötzlichen Regenschauern oder starken Winden rechnen. Im März auch mit Schnee. Insgesamt legte ich in dieser Woche etwa 1.100 Kilometer mit dem Auto zurück.

Black Sand Beach bei Vík í Myrdal
Black Sand Beach bei Vík í Myrdal

Inhaltsverzeichnis

Tag 1

Beim Blick aus dem Fenster sah es recht gut aus. Es war bewölkt, aber es regnete nicht. Somit fuhren wir zum ca. 144 km entfernten Black Sand Beach bei Vík í Myrdal. Dort gibt es Basaltklippen zu bewundern, die an den Giant’s Causeway in Irland erinnern. Auf dem Weg dorthin kamen wir auch am Eyjafjallajökull vorbei, dem sechstgrößten Gletscher Islands. Unter dessen Eis verbirgt sich der Vulkan, der 2010 den europäischen Flugplan ein wenig durcheinander brachte.

Eyjafiallajökull

Und nur wenige Kilometer von Vík entfernt versteckt sich gleich der nächste Vulkan unter dem Gletscher Mýrdalsjökull: die Katla.

Nach etwa zweieinhalb Stunden am Strand ging es mit Zwischenstopps an den Wasserfällen Skógafoss, Seljalandsfoss und Urriðafoss wieder zurück.

Tag 2

Da das Wetter am zweiten Tag ziemlich regnerisch war und keine Besserung in Sicht war, ging es zum „Raufarholshellir Lava Tunnel“. Die gebuchte Führung dauerte knapp eine Stunde und kostete 6.400 ISK (ca. 54 €). Es gibt auch zwei- bzw. dreistündige Touren, die jedoch körperlich anspruchsvoller sind. Zu Beginn erhält man einen Helm und Schuhschneeketten, da es in der Höhle an manchen Stellen recht glatt sein kann. Bei mir haben sie nichts gebracht, ich bin gleich auf den ersten Stufen auf meinen Hintern gefallen.

Raufarholshellir Lava Tunnel

Die Führung war sehr interessant und der Guide hat alles sehr ausführlich erklärt. An einem Punkt der Höhle wurden alle Lichter gelöscht und wir durften einige Minuten in absoluter Dunkelheit verbringen. Dieses Gefühl war schon recht seltsam und ich war sehr froh, als das Licht wieder eingeschaltet wurde.

Raufarholshellir Lava Tunnel

Leider besserte sich das Wetter nicht, sondern es kam noch starker Wind hinzu. Somit ging es nach einer kurzen Fahrt Richtung Westen wieder zurück zum Ferienhaus. Kaum hatte ich es mir auf der Couch bequem gemacht, riss die Wolkendecke auf und die Sonne kam heraus.

 

Tag 3

Der Tag begann wettertechnisch vielversprechend, aber in Island kann man sich da schnell täuschen. Kaum hatten wir gefrühstückt, ging draußen das Schneechaos los. Trotzdem starteten wir mit der Tour um den Golden Circle. Der Golden Circle besteht aus den Sehenswürdigkeiten Þingvellir-Nationalpark (historische und geologische Bedeutung), Geysire und Gullfoss. Auf der Strecke gibt es aber noch andere interessante Sehenswürdigkeiten.

Vulkankrater Kerið im Winter

Der erste Halt war der elf Kilometer entfernte Vulkankrater Kerið. Aufgrund des anhaltenden Schneefalls gab es nicht viel zu sehen. Weiter ging es zum Faxafoss. Ein Wasserfall mit Fischtreppe.

Wasserfall Faxafoss im Winter

Als Nächstes stand der Geysir Strokkur im Heißwassertal Haukadalur auf dem Programm. Leider wurde das Wetter nicht besser und mittlerweile regnete es durchgehend. Wir haben dem Wetter getrotzt und konnten den Strokkur zweimal ausbrechen sehen. Fotografieren war leider fast unmöglich. Im Restaurant mussten wir uns erst einmal aufwärmen.

Geysir Strokkur

Zum Abschluss des Tages ging es zum Wasserfall Gullfoss. Es wurde langsam wirklich sehr ungemütlich und trotz wetterfester Kleidung war jeder schon gut nass.

Wasserfall Gullfoss im Winter
Im 3. Teil gibt es eine Übersicht über die Tage 4-6 und folgt demnächst
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