Eine Bucket List ist eine Sammlung von Dingen, die man irgendwann im Leben erleben, ausprobieren oder erreichen möchte. Das können große Träume sein, für die man jahrelang spart oder plant, aber auch kleine Wünsche, die sich vielleicht schon am nächsten Wochenende erfüllen lassen.

Ich selbst habe solche Listen schon seit Längerem. In meinem Bullet Journal gab es beispielsweise immer wieder eine kleine Sammlung von Dingen, die ich gerne machen oder erleben möchte. Dabei habe ich allerdings festgestellt: Es ist gar nicht so einfach, die eigenen Wünsche aufzuschreiben. Vor allem nicht, wenn man versucht, besonders spektakuläre Punkte zu finden.

Dabei muss eine Bucket List überhaupt nicht spektakulär sein.

Was ist eine Bucket List?

Der Begriff „Bucket List“ steht im Zusammenhang mit der englischen Redewendung „kick the bucket“ – sinngemäß also „den Löffel abgeben“. Entsprechend versteht man darunter in der Regel eine Liste mit Dingen, die man im Laufe seines Lebens noch erleben oder erreichen möchte.

Das klingt erst einmal ziemlich dramatisch. Schließlich muss man nicht ständig darüber nachdenken, was man unbedingt erledigt haben möchte, bevor irgendwann endgültig Feierabend ist. 😅

Für mich ist eine Bucket List deshalb eher eine Wunschliste fürs Leben. Eine Sammlung von Orten, Erlebnissen, Ideen und kleinen oder großen Träumen, die ich nicht aus den Augen verlieren möchte.

Und genau deshalb muss darauf auch nicht ausschließlich Weltbewegendes stehen.

Eine Bucket List ist keine Leistungsliste

Sucht man im Internet nach Ideen für Bucket Lists, stößt man schnell auf die gleichen Dinge: Fallschirmspringen, einen Marathon laufen, den Mount Everest besteigen, mit Haien tauchen oder einmal um die Welt reisen.

Das kann man natürlich alles machen. Wenn man es denn wirklich möchte.

Aber nur, weil etwas spektakulär klingt, gehört es noch lange nicht auf die eigene Bucket List. Ich persönlich muss beispielsweise nicht aus einem funktionierenden Flugzeug springen, nur um anschließend einen Haken auf einer Liste zu setzen.

Eine Bucket List sollte nicht daraus bestehen, möglichst beeindruckende Dinge zu sammeln. Viel wichtiger ist doch die Frage: Was möchte ich wirklich einmal erleben?

Das kann eine große Reise sein. Vielleicht ist es aber auch ein bestimmtes Konzert, ein Ort in der eigenen Region, ein kreatives Projekt oder etwas, das man sich schon seit Jahren vornimmt und immer wieder auf „irgendwann“ verschiebt.

Was gehört auf eine Bucket List?

Die einfache Antwort lautet: alles, was dir wichtig ist.

Bei mir stehen beispielsweise Reisen und besondere Erlebnisse ganz oben auf der Liste. Lange war es mein Wunsch, Polarlichter zu sehen. Ebenso, bestimmte Länder zu bereisen oder Künstler einmal live auf der Bühne zu erleben. Einige dieser Punkte konnte ich inzwischen abhaken, andere stehen weiterhin auf meiner Liste und es kommen auch immer wieder neue hinzu.

Eine Bucket List kann aber aus ganz unterschiedlichen Bereichen bestehen. Vielleicht möchtest du einen bestimmten Ort besuchen, ein Konzert erleben, etwas Neues lernen oder endlich ein Projekt umsetzen, das schon seit Jahren in deinem Kopf herumspukt.

Auch kleine Wünsche dürfen darauf stehen. Schließlich braucht man für nicht jeden Punkt einen Reisepass, Höhenangst und eine halbe Lebensversicherung.

Ideen für die eigene Bucket List finden

Manchmal ist genau das der schwierigste Teil. Man sitzt vor einem leeren Blatt und plötzlich fällt einem überhaupt nichts mehr ein. Mir geht es zumindest so. 😅

Anstatt einfach irgendwelche fertigen Bucket-Lists aus dem Internet abzuschreiben, kann es helfen, sich ein paar Fragen zu stellen:

  • Gibt es einen Ort, den ich schon seit Jahren besuchen möchte?
  • Welches Erlebnis würde ich gerne einmal ausprobieren?
  • Gibt es einen Künstler oder eine Band, die ich unbedingt live sehen möchte?
  • Was wollte ich als Kind oder Jugendliche schon einmal machen?
  • Gibt es etwas, das ich immer wieder auf „irgendwann“ verschiebe?
  • Welche kleine Sache würde mir einfach Freude machen?
  • Was würde ich irgendwann bereuen, nie ausprobiert zu haben?

Es muss auch nicht sofort eine Liste mit 50 oder 100 Punkten entstehen. Manchmal genügen auch fünf Dinge, die einem wirklich etwas bedeuten.

Reisen & Orte

Für viele Menschen gehören Reisen automatisch auf die Bucket List. Vielleicht möchtest du einmal Polarlichter sehen, eine bestimmte Stadt besuchen, mit dem Zug durch Skandinavien fahren oder einen Ort kennenlernen, den du bisher nur von Bildern kennst.

Es muss allerdings nicht immer gleich die andere Seite der Welt sein. Manchmal gibt es auch direkt vor der eigenen Haustür Orte, die man seit Jahren besuchen möchte, es aber trotzdem nie geschafft hat.

Konzerte & besondere Erlebnisse

Ein Konzert der Lieblingsband, ein Musical, eine Convention oder ein besonderes Sportereignis können ebenfalls Bucket-List-Momente sein.

Gerade solche Punkte mag ich persönlich sehr gerne, weil später oft viele Erinnerungen damit verbunden sind. Wenn ich heute etwas von meiner Liste streichen kann, geht es mir deshalb weniger um das Abhaken selbst als um das Erlebnis dahinter.

Kreative Wünsche

Vielleicht möchtest du irgendwann ein Buch schreiben, ein größeres Fotoprojekt starten, Stricken lernen, ein eigenes Kleid nähen oder endlich diese eine Idee umsetzen, die dir seit Jahren im Hinterkopf herumgeistert.

Auch solche Projekte dürfen auf eine Bucket List. Es gibt keine Regel, die besagt, dass man dafür zwingend einen Berg besteigen muss.

Kleine Wünsche

Nicht jeder Punkt erfordert jahrelange Vorbereitung oder ein großes Budget. Auch kleine Wünsche wie ein bestimmtes Café zu besuchen, nachts Sterne zu fotografieren, einen Brief an das zukünftige Ich zu schreiben oder einen Ort bei Sonnenaufgang zu erleben, können besondere Erinnerungen schaffen.

Gerade diese Mischung gefällt mir an einer persönlichen Bucket-List besonders gut.

Eine Bucket List darf sich verändern

Für mich ist eine Bucket List kein Vertrag mit meinem früheren Ich.

Wünsche verändern sich. Was vor zehn Jahren noch unglaublich wichtig erschien, kann irgendwann völlig uninteressant werden. Gleichzeitig entstehen neue Interessen und damit auch neue Ideen.

Deshalb sollte man nicht nur Punkte hinzufügen und abhaken, sondern auch wieder löschen dürfen.

Nur weil etwas irgendwann einmal auf der Liste stand, muss man es nicht Jahre später noch umsetzen. Wenn ich heute keine Lust mehr auf einen bestimmten Wunsch habe, dann streiche ich ihn eben. Das Leben ist schon voll genug mit Dingen, die man tun muss – ausgerechnet die Bucket-List sollte nicht auch noch zur Pflichtveranstaltung werden.

Meine eigene Bucket List

Im Laufe der Jahre hat sich meine ursprüngliche Liste ziemlich verändert. Einige Wünsche konnte ich inzwischen erfüllen, andere warten noch darauf, und immer wieder kommen neue Ideen hinzu.

Deshalb habe ich meiner eigenen Bucket List auf dem Blog eine feste Seite gewidmet. Dort sammle ich meine persönlichen Wünsche und kann gleichzeitig sehen, was davon inzwischen Wirklichkeit geworden ist.

Und ja, es fühlt sich trotzdem ziemlich gut an, etwas von der Liste abhaken zu können. 😁

Vorlage für deine eigene Bucket List

Wer seine Bucket List nicht einfach auf ein leeres Blatt schreiben möchte, kann sich gerne meine Vorlage herunterladen. Sie ist bewusst schlicht gestaltet, um genügend Platz für eigene Ideen zu lassen. (Ich überarbeite derzeit meine Vorlage).

Ob du eine lange Liste erstellst, verschiedene Kategorien anlegst, Bilder dazuklebst oder nur fünf ganz besondere Wünsche notierst, bleibt dir überlassen.

Denn am Ende gibt es keine richtige oder falsche Bucket List. Es ist deine Liste und genau deshalb sollte darauf auch nur stehen, was du wirklich erleben möchtest.

Hast du selbst eine Bucket List? Und welcher Wunsch steht momentan ganz oben darauf?

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