Hej kära läsare!
Wer hätte gedacht, dass ich innerhalb eines Jahres so oft in ein Flugzeug steigen würde? Bis letztes Jahr hatte ich noch nie einen Fuß in ein Flugzeug gesetzt – und jetzt? Jetzt geht es schon zum zweiten Mal auf eine Reise mit dem Flieger. Diesmal nach Schweden!
Die Planung: Ein abgelegenes Ferienhaus mitten in der Natur
Mitte Juni fiel die Entscheidung: Micha und ich wollten im September für eine Woche nach Schweden reisen. Schnell fanden wir ein wunderschönes, einsam gelegenes Ferienhaus – irgendwo im Nirgendwo. Genau das, was wir gesucht hatten! Die passenden Flüge waren schnell gebucht, und schon begann die Vorfreude.
Anreise über München nach Stockholm
Los ging es am Sonntag, den 18. September 2016. In München verabschiedete uns noch Regen, doch das konnte unsere Reiselust nicht trüben. Unser Flug startete um 8:50 Uhr vom neuen Satellitenterminal – ein wirklich schönes Gebäude. Der Flug selbst war angenehm ruhig, und pünktlich landeten wir in Arlanda, dem Flughafen bei Stockholm.
Von dort aus übernahmen wir unseren Mietwagen, den ich dieses Mal über ein Reisebüro gebucht hatte – eine Entscheidung, die sich als praktisch herausstellen sollte. Die erste Herausforderung wartete allerdings bereits auf uns: der schwedische Fahrstil. Schnell stellten wir fest, dass Blinker hier scheinbar optional sind und rechts überholen völlig normal ist. An Tempolimits hielt sich kaum jemand, außer natürlich, wenn ein Blitzer in Sichtweite war. Ich blieb brav bei der erlaubten Geschwindigkeit – schließlich sollen die Strafen in Schweden recht hoch sein.
Eine holprige Ankunft
Unsere Fahrt führte uns zunächst mitten durch Stockholm, wo noch reger Verkehr herrschte. Doch bald leerte sich die Autobahn, und wir hatten die Straße fast für uns allein. Nach einer Weile wechselten wir auf eine Landstraße – und dann kam die Überraschung: Unser Navi forderte uns auf, rechts abzubiegen. Was folgte, ließ uns kurz zweifeln, ob das wirklich der richtige Weg war: eine 12 Kilometer lange Schotterstraße.
Ich hatte so meine Bedenken wegen des Mietwagens und der vielen kleinen Steine. 70 km/h wären hier erlaubt gewesen – für mich eine absurde Vorstellung. Ich tastete mich langsam voran, und mit der Zeit wurde ich tatsächlich etwas mutiger.
Während der Fahrt passierten wir nur wenige Häuseransammlungen. Unser Ferienhaus lag schließlich hinter einem Reiterhof, idyllisch und versteckt an einem See. Als wir ankamen, waren wir sofort begeistert – diese Ruhe, diese Natur! Nachts allerdings wurde es ein wenig gruselig. Zwei Mädels allein in einer abgelegenen Hütte? Ein bisschen Nervenkitzel war definitiv dabei. Zum Glück hatten wir WLAN.
Eine Woche voller Natur und Entdeckungen
Die Tage vergingen viel zu schnell. Wir erkundeten Stockholm, besuchten Mariefred, Enköping und den Tyresta-Nationalpark. Das Wetter spielte meistens mit – sonnig und angenehm. Nur an einem Tag sah es nach Regen aus, doch das tat der Stimmung keinen Abbruch.
Besonders beeindruckend war es, den Herbst in Schweden kommen zu sehen. Jeden Tag verfärbten sich die Blätter ein bisschen mehr – ein wunderschönes Naturschauspiel.
Insgesamt legten wir in dieser Woche etwa 1.300 Kilometer mit unserem Mietwagen zurück. So sehr wir die Einsamkeit unseres Ferienhauses genossen, bedeutete das auch: lange Fahrten für den Einkauf. Der nächste Supermarkt war rund 14 Kilometer entfernt, die nächste Tankstelle sogar fast dreimal so weit. Und jedes Mal hieß es wieder: die holprige Schotterstraße entlang.
Der Abschied – mit einer kleinen Herausforderung
Nach einer unvergesslichen Woche hieß es Abschied nehmen. Der Rückflug verlief an sich problemlos – abgesehen davon, dass wir vor dem Flug etwas zu scharf gegessen hatten. Nicht die beste Idee, wie wir schnell feststellten.
Jetzt bleibt nur die Frage: Wohin geht es nächstes Jahr? Ich bin gespannt!
Kära hälsningar, Saphirija
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