Manche Bücher liegen eine ganze Weile auf dem SuB und warten geduldig auf ihren Moment. Im Schatten des Fuchses von Julie Kagawa gehört für mich genau in diese Kategorie. Der erste Band der Schatten-Trilogie erschien bereits im September 2019, aber wie so oft gilt: Gute Geschichten haben kein Ablaufdatum.
Inhalt
Die junge Yumeko ist eine Gestaltwandlerin: halb Mensch, halb Füchsin. Aufgewachsen im Kloster der Stillen Winde, lernt sie unter der liebevollen Anleitung der Mönche, ihre besondere Gabe zu kontrollieren und in der Welt der Menschen zu bestehen.
Doch die Ruhe des Klosters endet abrupt, als eines Nachts mörderische Dämonen die Tempelanlage angreifen und in Brand setzen. Yumeko gelingt als Einziger die Flucht. Mit einem letzten Vermächtnis der Mönche: einer geheimnisvollen Pergamentrolle.
Diese Rolle enthält einen Teil einer uralten Beschwörung, deren Macht so gefährlich ist, dass sie einst in drei Teile zerrissen und an verschiedenen Orten verborgen wurde. Yumeko erhält den Auftrag, das Fragment sicher zu einem Tempel zu bringen.
Auf ihrer Reise trifft sie den schweigsamen Samurai Tatsumi. Auch er ist auf der Suche nach der Pergamentrolle. Allerdings weiß er nicht, dass Yumeko genau das bei sich trägt, was er sucht. Gleichzeitig ahnt Yumeko nicht, dass Tatsumi selbst ein dunkles Geheimnis verbirgt, das für sie beide tödlich enden könnte.
Während sie gemeinsam durch eine Welt voller Dämonen, Geister und Gefahren reisen, entsteht zwischen ihnen eine Verbindung. Doch eines ist klar:
Sie dürfen sich niemals ineinander verlieben.
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Buch auf einen Blick
Autorin: Julie Kagawa
Titel: Im Schatten des Fuchses
Reihe: Schatten-Trilogie
Band: 1
Genre: Fantasy / Japanische Mythologie
Erscheinung: September 2019
Verlag: Heyne
Seiten: 576
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Meine Meinung
Julie Kagawa entführt ihre Leser in eine fantastische Welt, die stark von japanischer Mythologie geprägt ist. Yokai, Dämonen, Samurai und alte Legenden verschmelzen hier zu einer atmosphärischen Geschichte, die sich angenehm von klassischer westlicher Fantasy abhebt.
Besonders Yumeko ist eine spannende Protagonistin. Als Kitsune, also Fuchsgeist, bewegt sie sich ständig zwischen zwei Welten. Ihre verspielte, manchmal naive Art bildet einen starken Kontrast zu Tatsumi, der als stoischer Samurai zunächst eher distanziert wirkt. Gerade dieses Gegensatzpaar sorgt für eine interessante Dynamik.
Die Geschichte lebt stark von der Reise der beiden Figuren. Unterwegs begegnen sie verschiedenen Kreaturen aus der japanischen Folklore, wodurch sich die Welt Stück für Stück entfaltet. Das Tempo der Handlung ist dabei eher ruhig. Wer also reine Action erwartet, könnte sich zwischendurch etwas Geduld wünschen. Mir persönlich hat gerade dieser Aufbau gefallen, weil er der Welt und den Figuren Raum gibt.
Auch die Perspektivwechsel zwischen mehreren Charakteren tragen dazu bei, dass sich die Geschichte nach und nach zusammensetzt und neue Geheimnisse offenbart.
Tropes in diesem Buch
- Quest / Reiseabenteuer
- Hidden Identity
- Forbidden Love
- Ancient Artifact
- Reluctant Allies
- Japanische Mythologie & Yokai
Fazit
Im Schatten des Fuchses ist ein atmosphärischer Auftakt zu einer Fantasy-Trilogie, die stark von japanischer Mythologie inspiriert ist. Die Mischung aus Reiseabenteuer, Dämonenwelt und einer langsam entstehenden Beziehung zwischen zwei sehr unterschiedlichen Figuren funktioniert gut und macht neugierig auf die Fortsetzung.
Ein gelungener Einstieg in die Reihe. Besonders für Leserinnen und Leser, die Fantasy mit asiatischem Setting und mythologischen Elementen mögen.



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