Dieses Buch wurde mir vom Bloggerportal als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung bleibt davon unbeeinflusst.

Pünktlich zur Frankfurter Buchmesse erschien der sehnlichst erwartete 3. Band der Alex Verus Reihe „Der Magier von London“ von Benedict Jacka im Blanvalet Verlag.

Inhalt

Wenn deine Feinde stärker sind, musst du klüger sein! Der neuste Fall für den brillantesten Magier Londons.

Besuchen Sie London! Diese großartige Stadt bietet Ihnen neben dem Tower oder Madame Tussauds auch im wahrsten Sinne magische Nachtklubs. Aber vermeiden Sie es, diese in Begleitung des Magiers Alex Verus zu betreten. Er hat sich dort kürzlich sehr unbeliebt gemacht. Nun verlässt er London, um ein magisches Turnier zu besuchen, an dem seine Auszubildende Luna teilnehmen soll. Er macht sich ein wenig Sorgen um sie, denn immer mehr Lehrlinge der Londoner Magier verschwinden spurlos. Seine Sorgen sind berechtigt…

Buch auf einen Blick

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Autor: Benedict Jacka
Übersetzerin: Michelle Gyo
Titel: Der Magier von London
Reihe: Alex Verus Reihe
Band: 3
Genre: Urban Fantasy
Erscheinung: 21. Oktober 2019
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag
Seiten: 416

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Meinung

Nach den Ereignissen der vorherigen Bände steht Alex Verus zunehmend im Fokus der magischen Welt Londons – sehr zu seinem eigenen Missfallen. Umso weniger begeistert ist er deshalb, als die Magierin Crystal ihn als Sicherheitsberater für das magische Turnier „White Stone“ engagieren möchte. Eigentlich lehnt Alex den Auftrag ab. Doch weil seine Schülerin Luna unbedingt an dem Turnier teilnehmen will und gleichzeitig immer mehr Lehrlinge der Londoner Magier spurlos verschwinden, lässt ihn die Sache nicht los.

Schnell wird klar, dass hinter der glänzenden Fassade des Turniers deutlich mehr steckt, als es zunächst scheint. Besonders interessant fand ich dabei die Figur Anne, die dem geheimnisvollen Lord Jagadev folgt, einem Rakshasa aus der indischen Mythologie. Um sie scheint sich ein gefährliches Netz aus Intrigen und Interessen zu spannen.

Natürlich tauchen auch einige bekannte Figuren aus den vorherigen Bänden wieder auf. Besonders gefreut habe ich mich über Arachne, die riesige magische Spinne und Schneiderin, die mittlerweile zu meinen Lieblingsfiguren der Reihe gehört. Aber auch alte Feinde wie Onyx mischen erneut mit und sorgen dafür, dass Alex nie wirklich zur Ruhe kommt. Wobei Ruhe und Alex Verus vermutlich ohnehin zwei Dinge sind, die sich gegenseitig aktiv meiden.

Der Roman baut seine Spannung diesmal angenehm schleichend auf. Anfangs wirkt vieles noch relativ ruhig, doch mit jeder neuen Enthüllung zieht die Geschichte stärker an. Genau dadurch entstand bei mir wieder dieses typische „Nur noch ein Kapitel“-Gefühl, wegen dem man das Buch eigentlich kaum aus der Hand legen möchte.

Besonders gefällt mir weiterhin das Magiesystem rund um Alex Verus. Seine Fähigkeit, mögliche Zukunftsverläufe vorherzusehen, bleibt vergleichsweise bodenständig und nachvollziehbar. Benedict Jacka versucht nicht krampfhaft, die Kräfte seines Protagonisten in jedem Band noch spektakulärer oder übermächtiger wirken zu lassen. Genau das macht die Reihe für mich so angenehm. Viele Fantasy- oder Urban-Fantasy-Reihen geraten irgendwann in dieses typische „höher, schneller, mächtiger“-Problem, bis jede Eskalationsstufe absurd wirkt. Alex dagegen gewinnt seine Kämpfe meist nicht durch rohe Macht, sondern durch Planung, Beobachtung und einen kühlen Kopf.

Auch das Ende passt deshalb sehr gut zur Figur. Der große Sieg besteht hier nicht aus einem übertriebenen Bombast-Showdown, sondern aus klugen Entscheidungen und taktischem Vorgehen. Das wirkt deutlich glaubwürdiger und hebt die Reihe angenehm von vielen anderen Genrevertretern ab.

Einen kleinen Kritikpunkt hatte ich allerdings mit dem zweiten Handlungsstrang, der sich erst nach und nach offenbart. Bis kurz vor Schluss bleiben viele wichtige Informationen komplett im Dunkeln, ehe auf den letzten Seiten plötzlich sämtliche Puzzleteile auf einmal zusammengesetzt werden. Dadurch fehlte mir etwas die Möglichkeit, selbst mitzurätseln oder frühzeitig Zusammenhänge zu erkennen. Hier hätte die Geschichte meiner Meinung nach noch etwas mehr Tiefe und Spannung entwickeln können.

Trotzdem hat mir auch der dritte Band der Alex-Verus-Reihe wieder sehr gut gefallen. Wäre da nicht dieser lästige Zwang namens Arbeit gewesen, hätte ich das Buch vermutlich problemlos an einem einzigen Tag durchgesuchtet. Manchmal ist das echte Leben einfach unverschämter als jeder Dämon aus London.

Bewertung

Bewertung 7 von 10

7 von 10

Tropes & Vibes

  • Urban Fantasy
  • Magical Tournament
  • Mentor & Apprentice
  • Found Family
  • Morally Grey Characters
  • Slow Mystery Reveal
  • Clever over Powerful
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