[Werbung] Dieses Buch wurde mir von der Bloggerjury als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung bleibt davon unbeeinflusst.
Hexen, ein mysteriöser Mordfall, ein sprechender Kater und eine gemütliche Kleinstadt voller magischer Geheimnisse. Das klingt doch eigentlich nach einer ziemlich unterhaltsamen Mischung, oder? Mit „Witchmore – Hexerei kann tödlich sein“ entführt uns Mina Giers in eine Welt, in der Magie zum Alltag gehört und hinter der idyllischen Kleinstadtfassade so manches Geheimnis lauert.
Da ich momentan wieder besonders gerne Cozy Fantasy lese und Geschichten rund um Hexen sowieso einen gewissen Reiz auf mich ausüben, war ich natürlich neugierig auf diesen Reihenauftakt. Allerdings muss ich zugeben, dass meine Erwartungen anfangs gar nicht besonders hoch waren. Umso schöner, wenn mich ein Buch dann doch positiv überrascht!
Inhalt
Als Elli Stuart einen Brief von ihrer Großmutter erhält, ist sie vor allem eins: verwirrt. Schließlich wusste sie bis vor Kurzem nicht einmal, dass es diese Großmutter gibt. Neugierig reist sie nach Witchmore in den Catskill Mountains, doch statt eines gemütlichen Kaffeekränzchens mit ihrer Oma landet sie direkt an einem Tatort: Ihre Großmutter wurde ermordet.
Der attraktive Officer Kenneth Lovelace hält Elli prompt für eine Verdächtige. Also beschließt sie, den Fall selbst zu untersuchen und entdeckt dabei: Witchmore ist voller magischer Wesen und sie selbst ist eine Hexe!
Nun muss Elli nicht nur den Mord aufklären, sondern auch lernen, mit ihren neuen Kräften umzugehen. Als wäre das nicht schon genug, übernimmt sie auch noch den verwinkelten Antiquitätenladen ihrer Großmutter und muss sich mit einem vorlauten Kater herumschlagen. Alltag eben für eine frischgebackene Hexe.

Buch auf einen Blick
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Autorin: Mina Giers
Titel: Witchmore – Hexerei kann tödlich sein: Von Hexen, Mord und Missetaten
Reihe: Eine Hexe mischt sich ein
Band: 1
Genre: Krimi
Erscheinung: 01. September 2026 (Kindle)
Verlag: beTHRILLED
Seiten: 197
Amazon* | Thalia* | Hugendubel
Meine Meinung
Willkommen in Witchmore – einer Kleinstadt voller Geheimnisse
Schon nach wenigen Seiten hatte ich das Gefühl, dass Witchmore der perfekte Ort ist, um sich für ein paar gemütliche Lesestunden aus dem Alltag zu verabschieden. Die idyllische Kleinstadt in den Catskill Mountains mit ihren kleinen Geschäften, dem gemütlichen Café und natürlich jeder Menge Geheimnissen sorgt für eine ausgesprochen angenehme Atmosphäre.
Besonders gut hat mir gefallen, wie Mina Giers die Kulissen beschreibt. Sie schafft es, die einzelnen Schauplätze lebendig wirken zu lassen, ohne in ellenlange Beschreibungen abzudriften. Ich konnte mir die Straßen, den Antiquitätenladen und das Café „The Beary Best Coffee“ jedenfalls sehr gut vorstellen.
Während des Lesens musste ich immer wieder an die Disney-Filme „Halloweentown“, die ich als Kind so gerne geschaut habe, denken. Natürlich sind die Geschichten nicht miteinander vergleichbar, aber das Gefühl einer scheinbar gewöhnlichen Kleinstadt, in der Magie und allerlei ungewöhnliche Bewohner zum Alltag gehören, hat bei mir ganz ähnliche Erinnerungen geweckt.
Ich kann mir deshalb auch gut vorstellen, dass das Buch besonders im Herbst Spaß macht. Draußen regnet es, eine Tasse Tee steht bereit und man begleitet Elli durch das geheimnisvolle Witchmore. Am besten natürlich rund um Halloween!
Elli, Kenneth und ein ganz besonderer Kater
Mit Eleonore „Elli“ Stuart hat Mina Giers eine Protagonistin erschaffen, die ich ziemlich schnell ins Herz geschlossen habe. Sie ist sympathisch, neugierig und hat ihre ganz eigenen kleinen Eigenheiten. Besonders ihre Vorliebe für Süßigkeiten und ihre Fähigkeit, sich das eine oder andere Gebäckstück schönzureden, fand ich ausgesprochen unterhaltsam.
Dabei hat sie es wirklich nicht leicht. Sie möchte lediglich ihre bisher unbekannte Großmutter kennenlernen und etwas mehr über ihre Familie erfahren. Doch stattdessen wird sie mit einem Mordfall konfrontiert, gerät selbst unter Verdacht und muss schließlich auch noch feststellen, dass Hexen und andere magische Wesen tatsächlich existieren.
Auch die Nebencharaktere haben mir gut gefallen. Besonders Kenneth Lovelace, der Elli zunächst mit einer ordentlichen Portion Misstrauen begegnet, fand ich interessant. Das Zusammenspiel zwischen den beiden bringt immer wieder etwas Humor in die Geschichte, und ich bin gespannt, wie sich ihre Beziehung in den weiteren Bänden entwickeln wird.
Mein heimlicher Favorit war allerdings Ethelbert, der sprechende Kater. Bei ihm musste ich unweigerlich an Salem aus „Sabrina – Total verhext!“ denken. Dieser leicht freche und vorlaute Kater hat der Geschichte für mich noch einmal einen ganz besonderen Charme verliehen.
Von ihm hätte ich tatsächlich gerne noch viel mehr gelesen. Ich hoffe deshalb sehr, dass Ethelbert in den kommenden Bänden noch häufiger seinen Senf dazugeben darf. Ein sprechender Kater mit einer großen Klappe hat schließlich durchaus Unterhaltungspotenzial!
Zwischen Mordermittlung und ersten Zauberversuchen
Was mich an „Witchmore – Hexerei kann tödlich sein“ besonders überrascht hat, war die Mischung aus Cozy Mystery und Fantasy.
Obwohl die Geschichte insgesamt eher leicht und gemütlich gehalten ist, fand ich den Mordfall durchaus spannend. Elli beginnt, eigene Nachforschungen anzustellen, und stößt dabei immer wieder auf Ungereimtheiten. Gleichzeitig muss sie sich in einer vollkommen neuen Welt zurechtfinden und herausfinden, was es eigentlich bedeutet, eine Hexe zu sein.
Diese Kombination hat für mich gut funktioniert. Die Geschichte nimmt sich selbst nicht übermäßig ernst, verliert dabei aber auch den eigentlichen Kriminalfall nicht aus den Augen.
Allerdings hätte ich mir an manchen Stellen tatsächlich etwas mehr Magie gewünscht. Immerhin erfahren wir gemeinsam mit Elli, dass sie selbst eine Hexe ist und Witchmore voller magischer Wesen steckt. Da hätte es für meinen Geschmack ruhig noch etwas mehr zu entdecken geben dürfen.
Andererseits handelt es sich um den Auftakt einer Reihe und das Buch umfasst nicht einmal 200 Seiten. Natürlich muss erst einmal die Grundlage für die Welt, ihre Bewohner und Ellis weitere Entwicklung geschaffen werden. Deshalb nehme ich es der Geschichte nicht übel, dass die magischen Elemente zunächst zurückhaltender eingesetzt werden.
Ich hoffe allerdings, dass sich das in den Folgebänden noch ändern wird.
Ein angenehmer Schreibstil mit kleinen Schwächen
Mir hat der Schreibstil von Mina Giers insgesamt sehr gut gefallen. Die Geschichte lässt sich angenehm flüssig lesen und die lockere, humorvolle Erzählweise passt wunderbar zum gemütlichen Charakter des Buches.
Besonders positiv fand ich, dass die Autorin nicht unzählige Seiten benötigt, um einen Schauplatz oder eine Situation zu beschreiben. Trotzdem hatte ich beim Lesen immer ein recht klares Bild vor Augen.
An manchen Stellen hatte ich allerdings das Gefühl, dass sich bestimmte Gedanken oder Situationen etwas wiederholen. Das hat meinen Lesefluss zwar nicht ernsthaft gestört, ist mir aber dennoch aufgefallen.
Auch bei den Charakteren und den familiären Hintergründen von Elli sehe ich noch Potenzial. Über ihre Großmutter hätte ich beispielsweise gerne mehr erfahren. Schließlich beginnt die Geschichte damit, dass Elli die Hoffnung hat, endlich ein weiteres Familienmitglied kennenzulernen, nur um diese Möglichkeit direkt wieder zu verlieren.
Hier bleiben noch einige Fragen offen, die hoffentlich in den nächsten Büchern aufgegriffen werden. Gerade Ellis Familiengeschichte könnte meiner Meinung nach noch für interessante Entwicklungen sorgen.
Fazit
„Witchmore – Hexerei kann tödlich sein“ von Mina Giers hat mich positiv überrascht. Die Mischung aus charmanter Kleinstadt, liebenswerten Charakteren, einem mysteriösen Mordfall und einer ordentlichen Portion Hexerei hat mir wirklich gut gefallen.
Besonders die Atmosphäre von Witchmore, die sympathische Protagonistin Elli und natürlich der sprechende Kater Ethelbert haben dafür gesorgt, dass ich mich in dieser Geschichte schnell wohlgefühlt habe.
Ein paar kleine Schwächen gibt es dennoch. Einige Stellen wirkten auf mich etwas wiederholend und gerade bei den magischen Elementen hätte ich mir noch etwas mehr gewünscht. Allerdings sehe ich hier auch viel Potenzial für die kommenden Bände.
Von mir gibt es deshalb 4 von 5 Sternen.
Wer gerne Cozy Mystery mit einer Prise Magie liest oder einfach einmal in dieses Genre hineinschnuppern möchte, wird mit Witchmore gut unterhalten. Und das sage ich als jemand, der sonst auch gerne zu deutlich düstereren Thrillern greift!
Ich freue mich jedenfalls schon darauf, nach Witchmore zurückzukehren und zu erfahren, welche magischen Geheimnisse noch auf Elli und ihre neuen Freunde warten.
Witchmore – Wie geht es weiter?
Wer nach dem ersten Band noch nicht genug von Elli, Ethelbert und den magischen Geheimnissen Witchmores hat, darf sich freuen: Die Reihe „Eine Hexe mischt sich ein“ von Mina Giers wird bereits fleißig fortgesetzt.
Am 1. Oktober 2026 ist mit „Witchmore – Giftige Geheimnisse“ bereits der zweite Band erschienen. Am 1. November 2026 folgt „Tod einer Kräuterhexe“ und am 1. Februar 2027 soll mit „Kein Fluch ohne Hexenbuch“ der vierte Band veröffentlicht werden.
Für mich sind das jedenfalls gute Nachrichten, denn nach meinem ersten Besuch in Witchmore habe ich durchaus Lust auf weitere magische Mordermittlungen bekommen. Besonders gespannt bin ich darauf, wie sich Ellis Hexenkräfte entwickeln und welche Geheimnisse noch aufgedeckt werden.
Habt ihr schon einmal Cozy Mystery mit Hexen gelesen? Oder habt ihr vielleicht sogar eine Empfehlung für mich?



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