Beim Bloggerschnack des Bloghexen-Forums dreht sich im September alles um die Frage: „Was ist mir an meinem Blogdesign eigentlich wichtig?“ Ein Thema, über das ich im Alltag gar nicht so bewusst nachdenke, obwohl ich doch ziemlich regelmäßig an meinem Blog herumwerkele 😄
Beim Blogdesign gehen die Geschmäcker weit auseinander. Manche bevorzugen einen sehr minimalistischen Stil mit viel Weißraum, klaren Linien und wenigen Farben. Andere lieben es verspielter, bunter und persönlicher. Ich selbst kann beiden Stilen etwas abgewinnen, für meinen eigenen Blog habe ich inzwischen jedoch ziemlich klare Vorstellungen davon, was mir gefällt und zu Weltenwanderer passt.
Für mich ist Blogdesign nämlich mehr als nur die Frage nach Farben und Schriftarten. Es entscheidet auch darüber, welche Stimmung eine Seite vermittelt und ob ich mich dort selbst wiedererkenne. Genau das ist mir bei meinem Blog besonders wichtig: Er soll sich nach mir anfühlen und ich muss mich mit dem Gesamtbild wohlfühlen 😄
Mein Blog darf Farbe haben
Heutzutage sind viele moderne Webseiten sehr schlicht aufgebaut. Sie haben viel Weißraum, dezente Farben und klare Linien. Solchen Designs kann ich durchaus etwas abgewinnen. Gerade pastellige und sehr geradlinige Blogs können wunderschön aussehen.
Für meinen eigenen Blog wäre mir das allerdings auf Dauer zu wenig. Ich mag Farbe. Ich mag Lila, Petrol, Blau, Nordlichter, Sterne und kleine verspielte Details. Mein Blog muss deshalb nicht wie eine komplett durchgestylte Agenturseite aussehen. Er darf persönlicher sein und auch zeigen, wer hinter den Artikeln steckt. Eine bekloppte Hexe mit 130 Hexenschafen…
Gerade bei einem persönlichen Blog ist der Wiedererkennungswert wichtig. Wenn jemand meine Seite öffnet, soll sie nicht austauschbar wirken. Im besten Fall erkennt man schon nach kurzer Zeit: Ja, das ist der Weltenwanderer Blog (und wird von einer Herde Hexenschafe überrannt…)

Schön ist gut, aber lesbar ist wichtiger
So sehr ich mich auch für Farben, Schriften und kleine Designelemente begeistere, am Ende geht es bei einem Blog natürlich immer noch um die Inhalte.
Deshalb ist es mir wichtig, dass die Artikel angenehm zu lesen sind. Eine schöne Schrift ist nutzlos, wenn man nach drei Absätzen Kopfschmerzen bekommt. Gleiches gilt für zu geringe Kontraste oder winzige Schriftgrößen. Gerade bei längeren Blogartikeln merkt man schnell, ob ein Design wirklich funktioniert. Überschriften müssen sich gut voneinander abheben, Absätze sollten genügend Abstand haben und Bilder sollten ausreichend Platz bekommen.
Als (Hobby-) Fotografin ist mir Letzteres natürlich besonders wichtig. Meine Bilder sind nicht nur Dekoration zwischen zwei Textblöcken, sondern oft Teil des Beitrags. Deshalb möchte ich sie auch entsprechend präsentieren.
Kleine Details machen für mich viel aus
Ich kann mich erstaunlich lange mit Dingen beschäftigen, die vermutlich kaum jemandem auffallen. Ein kleiner Stern als Trenner, ein Button, eine Schriftart oder irgendein Abstand, der mich plötzlich stört. Andere Menschen würden wahrscheinlich sagen: „Das sieht doch genauso aus wie vorher.“
Für mich natürlich nicht 😅
Aber genau solche Kleinigkeiten machen für mich am Ende den Unterschied. Ich mag kleine verspielte Elemente, solange sie nicht vom eigentlichen Inhalt ablenken. Sterne, Monde, passende Grafiken oder kleine Akzente dürfen deshalb gerne Teil meines Blogs sein. Wichtig ist mir nur, dass daraus kein komplettes visuelles Chaos entsteht. Farbe darf sein. Ein digitaler Jahrmarkt muss es dann aber doch nicht sein.
Mein Blogdesign darf sich verändern
Mein Blog sah im Laufe der Jahre schon sehr unterschiedlich aus. Und das wird sich wohl auch nicht ändern. Geschmack und technische Möglichkeiten verändern sich, und manchmal entdeckt man plötzlich etwas, das einen vorher jahrelang überhaupt nicht gestört hat. Ab diesem Moment kann man es natürlich nicht mehr übersehen.
Das ist vermutlich das Blogger-Äquivalent dazu, wenn man einen schief hängenden Bilderrahmen entdeckt.
Deshalb bastle ich immer wieder an Kleinigkeiten herum. Mal ändere ich Farben, mal Schriften, mal einzelne Seiten oder Elemente. In letzter Zeit habe ich zum Beispiel auch wieder an meiner Blogroll, an Buttons und an kleinen Gestaltungselementen gearbeitet. Ein Blog ist für mich eben nichts Fertiges, sondern entwickelt sich genauso weiter wie die Person dahinter.
Ich muss nicht jedem Designtrend folgen
Natürlich gibt es auch im Webdesign ständig neue Trends. Mal muss alles möglichst minimalistisch sein, dann sind plötzlich riesige Typografien gefragt, irgendwann sind Farbverläufe überall zu sehen und ein paar Jahre später gelten sie wahrscheinlich wieder als Verbrechen gegen die Menschlichkeit.
Ich schaue mir solche Entwicklungen durchaus gerne an, aber ich möchte nicht jedem Trend hinterherlaufen. Nur weil das gerade als Ideal gilt, muss mein Blog für mich nicht möglichst modern oder professionell aussehen. Er soll natürlich technisch funktionieren, übersichtlich sein und sich angenehm nutzen lassen, aber er darf trotzdem Persönlichkeit haben und auch ein bisschen eigen sein.
Gerade bei einem persönlichen Blog finde ich das sogar wichtiger als die Frage, ob jedes Element irgendeiner aktuellen Designregel entspricht. Schließlich verbringe vor allem ich selbst sehr viel Zeit auf dieser Seite: Ich schreibe dort meine Beiträge, bearbeite Bilder, sortiere Inhalte und verliere mich gelegentlich viel zu lange in irgendwelchen kleinen Änderungen, die außer mir wahrscheinlich kaum jemand bemerkt.
Wenn ich meinen Blog öffne und das Gefühl habe, dass er zu mir und den Themen, über die ich schreibe, passt, dann erfüllt das Design für mich eigentlich schon seinen wichtigsten Zweck. Auch wenn ich vermutlich trotzdem ein paar Tage später irgendwo einen Abstand ändere, einen neuen Stern entdecke oder plötzlich finde, dass irgendein Button dringend überarbeitet werden muss 😅
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Hier findest du weitere Beiträge zum aktuellen Thema:
★ MSBlogPlus
★ Einfach mal selbst gedacht – Daira
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