…aber nicht für das, was du vielleicht denkst.

Manchmal frage ich mich, ob mein Gehirn in einer völlig anderen Taktung läuft als das der meisten anderen Menschen. Nicht unbedingt besser oder schlechter – einfach… anders. Während andere ihre Mails beantworten, ihre Kommentare kommentieren und fleißig in anderen Blogs stöbern, sitze ich irgendwo zwischen Alltag, Ideenchaos und innerem Kopfkino und denke mir: „Mach ich gleich.“ Spoiler: Gleich passiert oft nicht.

Wenn du mir irgendwann mal einen lieben Kommentar dagelassen hast und keine Antwort bekommen hast – ich möchte mich aufrichtig dafür entschuldigen. Nicht, weil ich dich ignorieren wollte. Ganz im Gegenteil: Ich lese jeden einzelnen Kommentar, oft sogar mehrfach. Ich freue mich riesig darüber. Wirklich. Aber dann?

Dann kommt das Leben dazwischen. Oder ein neues Blogprojekt. Oder mein Kopf schweift ab in Richtung Nordlichter, Hexenschafe oder einer neuen Buchidee. Und plötzlich ist aus dem „gleich antworten“ ein „ups… warte, da war doch was“ geworden.

Networking? Nicht so meins.

Ich bewundere Menschen, die mühelos netzwerken, überall kommentieren, sich ständig austauschen und dabei noch alles im Blick haben. Ich bin eher die stille Mitleserin. Die, die sich denkt: „Oh, das war schön. Das müsste ich kommentieren!“ – und dann doch einfach nur weiterliest, Bookmark setzt… und es vergisst.

Das hat nichts mit Desinteresse zu tun. Ganz im Gegenteil: Ich liebe es, durch andere Blogs zu stöbern, neue Perspektiven zu entdecken und kleine Textschätze zu finden. Aber dieser soziale Teil des Bloggens, dieses ständige „sichtbar bleiben“, liegt mir einfach nicht so.

Und auch im echten Leben bin ich so. Ich lese Nachrichten, formuliere im Kopf eine Antwort – und schicke sie nicht ab. Nicht aus Böswilligkeit. Sondern weil mein Hirn irgendwie eine interne „noch zu erledigen“-Liste hat, die regelmäßig chaotisch umsortiert wird.

Und manchmal, ganz ehrlich, verirre ich mich einfach in die Welt irgendeines Videospiels oder binge eine Serie durch, bis mein Kopf wieder auftaucht und fragt: „Was wolltest du eigentlich gerade machen?“
Tja… vermutlich auf Kommentare antworten 😅

unschuldige hexe

Ich bin nicht unhöflich. Nur ein bisschen verplant.

Wenn du mich kennst, weißt du das vielleicht schon. Wenn nicht: Jetzt weißt du’s. Ich bin keine schlechte Bloggerin. Ich bin auch keine, die andere absichtlich ignoriert. Ich bin nur jemand, der in seinem Kopf oft ganz woanders ist.

Ich glaube fest daran, dass es okay ist, nicht alles „richtig“ zu machen. Dass man auch mit Ecken, Kanten, Aussetzern und kleinen Chaosmomenten dazugehören darf. Dass nicht jede Bloggerin immer präsent sein muss, um echt zu sein.

Mit einem Augenzwinkern zum Schluss

Ich weiß, das ist vielleicht kein „klassisches“ Bloggerverhalten. Aber es ist eben meins. Und falls du mal vergeblich auf eine Antwort von mir gewartet hast – bitte nimm’s nicht persönlich. Ich hab dich nicht vergessen, ich bin nur in meinem ganz eigenen Kopf-Wunderland stecken geblieben 🫣

Vielleicht braucht es nicht immer sofortige Reaktionen, um verbunden zu sein. Vielleicht reicht manchmal auch ein spätes „Ich hab dich gesehen – danke!“ oder ein leises Mitlesen im Hintergrund.

Und wer weiß – vielleicht antworte ich ja bald mal wieder auf deinen Kommentar. Oder verirr mich in deinen Blog und hinterlasse ein Herz. Auch wenn’s manchmal dauert: Ich bin da.
So auf meine verplante, leicht chaotische Art 💜


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