Manchmal sieht man einen Trailer und denkt sich: „Sieht ganz interessant aus.“ Und manchmal läuft ein Trailer über den Bildschirm und man weiß bereits nach wenigen Sekunden, dass dieses Spiel etwas mit einem macht. Genau so ging es mir beim Summer Game Fest 2026 mit 1666: Amsterdam.
Ich kann gar nicht genau erklären, warum mich die Ankündigung so emotional erwischt hat. Vielleicht war es die düstere Atmosphäre. Vielleicht die Musik. Vielleicht das historische Amsterdam des 17. Jahrhunderts. Oder vielleicht einfach die Tatsache, dass man eine Hexe spielt.
Wahrscheinlich war es die Mischung aus allem.
Schon während des Trailers hatte ich Gänsehaut. Dieses Gefühl habe ich bei Spielankündigungen mittlerweile nur noch selten. Viele Trailer sehen gut aus, manche machen neugierig, aber nur wenige schaffen es, mich direkt emotional abzuholen. 1666: Amsterdam hat genau das geschafft.
Trailer
Worum geht es in 1666: Amsterdam?
Alle 333 Jahre regt sich etwas.
Im düsteren Amsterdam des Jahres 1666 übernimmt der Spieler die Rolle von Noa Brooklyn. Sie wurde von den Zaindaris zu einer sogenannten Eintreiberin ausgebildet und verfolgt ein Ziel, das ihr bereits bei ihrer Geburt auferlegt wurde: Die Macht der Ursprünglichen zurückzufordern.
Diese uralten Wesen leben seit Jahrhunderten verborgen unter den Menschen. Sie verfügen über Macht, Einfluss und Zeit im Überfluss und nutzen all das zu ihrem eigenen Vorteil. Doch ihre Herrschaft basiert auf Kräften, die ihnen nicht zustehen.
Tagsüber geht Noa Hinweisen nach, stellt Ermittlungen an und versucht die Ursprünglichen zu entlarven. Nachts wird es deutlich gefährlicher, wenn sie sich den übernatürlichen Wesen direkt stellen muss. Dabei setzt sie Hexerei, magische Fähigkeiten und ihren Verstand ein, um die Wahrheit hinter den Ereignissen aufzudecken.
Von Assassin’s Creed zur Hexe
Als die ersten Szenen des Trailers über den Bildschirm liefen, dachte ich zunächst tatsächlich, Ubisoft würde den nächsten Assassin’s Creed-Titel „Hexen“ vorstellen. Das historische Setting, die Stimmung und die Inszenierung erinnerten mich sofort an die bekannten Abenteuer der Assassinen. Erst nach und nach wurde klar, dass hier etwas ganz anderes auf mich wartete.
Statt eines Assassinen begleitet man eine Hexe. Magie spielt eine zentrale Rolle, übernatürliche Wesen treiben ihr Unwesen und irgendwo zwischen düsteren Gassen, Geheimnissen und Ermittlungen entfaltet sich eine Geschichte, die mich sofort neugierig gemacht hat.
Spätestens als die Hexe ihren Besen nicht nur zum Fliegen, sondern auch als durchaus effektive Waffe einsetzt, war es endgültig um mich geschehen.
Ich meine, wie cool ist das bitte?
Eine Hexe, schwarze Katzen und jede Menge Atmosphäre
Wer meinen Blog schon länger verfolgt, wird vermutlich nicht überrascht sein, warum mich dieses Spiel so anspricht.
Hexen begleiten mich schon seit vielen Jahren. Nicht nur in Büchern, Filmen oder Spielen, sondern auch als Teil meiner eigenen kleinen kreativen Welt. Die Hexe Saphirija gehört mittlerweile genauso zu meinem Blog wie Reisen, Bücher oder Fotografie.
Umso mehr hatte ich das Gefühl, dass 1666: Amsterdam genau die richtigen Knöpfe bei mir drückt.
Eine Hexe als Hauptfigur. Magie. Eine düstere Atmosphäre. Geheimnisse. Übernatürliche Bedrohungen. Schwarze Katzen.
Das alles ergibt eine Mischung, die mich vom ersten Moment an fasziniert hat.
Ein Spiel mit einer langen Geschichte
Was ich mindestens genauso spannend finde wie das Spiel selbst, ist die Geschichte hinter seiner Entwicklung.
Die Idee zu 1666: Amsterdam existiert nämlich bereits seit vielen Jahren. Das Projekt wurde ursprünglich schon vor über einem Jahrzehnt angekündigt. Danach wurde es jedoch überraschend still. Durch verschiedene Umstände in der Spielebranche, Rechtefragen und Firmenwechsel verschwand das Spiel praktisch komplett von der Bildfläche.
Viele gingen sogar davon aus, dass das Projekt niemals erscheinen würde.
Umso überraschender war es für mich, das Spiel nun plötzlich beim Summer Game Fest wiederzusehen. Es fühlt sich fast so an, als wäre eine längst vergessene Idee zurückgekehrt und hätte endlich die Chance bekommen, verwirklicht zu werden.
Hinter dem Spiel steht das unabhängige Entwicklerstudio Panache Digital Games. Gegründet wurde das Studio von Patrice Désilets, der vielen Spielern vor allem als Creative Director der ersten Assassin’s Creed-Spiele sowie von Prince of Persia: The Sands of Time bekannt sein dürfte.
Vielleicht erklärt das auch, warum ich bei den ersten Bildern des Trailers kurz dachte, Ubisoft würde den nächsten Assassin’s Creed-Ableger vorstellen. Das historische Setting, die Inszenierung und die Atmosphäre haben bei mir sofort entsprechende Erinnerungen geweckt.
Gerade das macht 1666: Amsterdam für mich noch interessanter. Es wirkt nicht wie ein Spiel, das schnell auf aktuelle Trends aufspringen möchte. Stattdessen scheint hier ein Projekt zu stehen, das über viele Jahre hinweg weiterentwickelt wurde und nun endlich bereit ist, der Öffentlichkeit vorgestellt zu werden.
Drei Zeitebenen und ein großes Geheimnis
Je mehr ich über 1666: Amsterdam erfahre, desto neugieriger werde ich auf die eigentliche Geschichte.
Die Handlung spielt nämlich nicht nur im Amsterdam des Jahres 1666. Stattdessen verbindet das Spiel gleich drei verschiedene Zeitebenen miteinander: 1666, 1999 und die Gegenwart. Jede dieser Epochen soll einen Teil eines größeren Rätsels enthüllen, das sich nach und nach zusammensetzt.
Bereits im Prolog bekommt man erste Hinweise darauf, dass die Ereignisse über Jahrhunderte hinweg miteinander verbunden sind. Vieles bleibt dabei noch bewusst geheimnisvoll, was für mich aber eher ein Pluspunkt ist. Ich mag Geschichten, die nicht sofort alles erklären, sondern den Spieler Stück für Stück selbst Zusammenhänge entdecken lassen.
Besonders neugierig bin ich auf die sogenannten Ursprünglichen und auf die Welt hinter der Welt, von der die Entwickler sprechen. Eine Realität, die von unsichtbaren Mächten beeinflusst wird und in der nichts so ist, wie es auf den ersten Blick scheint, klingt genau nach der Art von Mystery-Geschichte, die mich stundenlang beschäftigen kann.
Tagsüber Ermittlerin, nachts Jägerin
Was mich an 1666: Amsterdam besonders reizt, ist die Mischung aus Ermittlungsarbeit und Hexenjagd.
Amsterdam zeigt sich dabei offenbar von zwei sehr unterschiedlichen Seiten. Tagsüber erkundet man die Stadt, spricht mit Bewohnern, sammelt Hinweise und versucht herauszufinden, welche Personen tatsächlich Menschen sind und welche zu den Ursprünglichen gehören.
Denn diese uralten Wesen leben verborgen unter den Bürgern der Stadt und tarnen sich mit menschlichen Identitäten. Jeder Name, jede Geschichte und jede Schuld kann dabei eine Rolle spielen.
Nachts beginnt dann die eigentliche Jagd. Wenn der sogenannte Esbat den Mond erhellt, stellt Noa die Ursprünglichen in ihrer wahren Gestalt. Dann wird eingetrieben, was geschuldet wird.
Besonders spannend finde ich dabei, dass die Entwickler offenbar verschiedene Lösungswege versprechen. Noa verfügt über Hexerei und Zauberkunst, die über Generationen weitergegeben wurden. Wie man sich seinen Zielen nähert, welche Strategie man verfolgt und welche Entscheidungen man trifft, soll Auswirkungen auf den Verlauf haben.
Das klingt zumindest nach deutlich mehr als einem einfachen Actionspiel und macht mich neugierig darauf, wie tief diese Systeme im fertigen Spiel tatsächlich ausfallen werden.
Kurze Infos zu 1666: Amsterdam und Systemanforderungen
- Genre: Narratives Action-Adventure mit Mystery-Elementen
- Hauptfigur: Noa Brooklyn
- Setting: Amsterdam in den Jahren 1666, 1999 und der Gegenwart
- Besonderheiten: Hexenmagie, Ermittlungen, übernatürliche Wesen und mehrere Zeitebenen
- Prolog: Kostenlos spielbar
- Dauer des Prologs: ca. 30 Minuten laut Entwickler, bei mir ein bisschen mehr
- Release: Early Access noch 2026 geplant
- Entwickler/Publisher: Panache Digital Games
- Altersfreigabe: FSK 18
- Inhaltswarnungen: sexualisierte Gewalt, drastische Gewaltdarstellung und Drogen
Mindestanforderungen:
- BETRIEBSSYSTEM: 64-bit Windows 10
- PROZESSOR: Intel core I7-10700K@3.8GHz or AMD Ryzen 5 3600 @ 3.6GHz
- ARBEITSSPEICHER: 16 GB RAM
- GRAFIK: NVidia GeForce RTX 2060 Super 8GB or AMD Radeon RX 6600 8GB or Intel Arc 580
- DIRECTX: Version 12
- SPEICHERPLATZ: 50 GB verfügbarer Speicherplatz
- ZUSÄTZLICHE ANMERKUNGEN: SSD Required; Hardware Ray Tracing Required (8GB)
Empfohlen:
- BETRIEBSSYSTEM: 64-bit Windows 10
- PROZESSOR: Intel core I7-12700K@3.8GHz or AMD Ryzen 7 7700 @ 3.8GHz
- ARBEITSSPEICHER: 16 GB RAM
- GRAFIK: NVidia GeForce RTX 3080Ti 12GB or AMD Radeon RX 7700 12GB
- DIRECTX: Version 12
- SPEICHERPLATZ: 50 GB verfügbarer Speicherplatz
- ZUSÄTZLICHE ANMERKUNGEN: SSD Required; Hardware Ray Tracing Required (8GB)
Angaben ohne Gewähr!
Ich bin echt froh, das mein PC Little Witch alle empfohlenen Systemanforderungen locker erfüllt, also sollte das Spielen während eines Streams möglich sein.
Mein Eindruck vom Prolog
Natürlich musste ich den kostenlosen Prolog direkt ausprobieren. Dieser dauert je nach Spielweise ungefähr 30 bis 60 Minuten und bietet einen ersten Einblick in die Welt, die Figuren und die grundlegenden Spielmechaniken.
Viel möchte ich an dieser Stelle nicht vorwegnehmen, denn jeder sollte die Gelegenheit bekommen, den Prolog selbst zu erleben. Aber ich kann sagen, dass mir die Atmosphäre ausgesprochen gut gefallen hat. Die Welt wirkt geheimnisvoll, düster und gleichzeitig faszinierend. Man bekommt gerade genug Informationen, um neugierig zu werden, ohne dass bereits alle Karten auf dem Tisch liegen.
Ganz ohne Probleme verlief mein Ausflug nach Amsterdam allerdings nicht. Kurz vor dem Ende wurde ich von einem Crash auf den Desktop begrüßt. Da es sich um einen frühen Prolog handelt, kann ich darüber noch hinwegsehen. Ärgerlich war es trotzdem.
Trotz dieses kleinen technischen Stolpersteins hat die Demo genau das erreicht, was sie erreichen sollte: Sie hat meine Vorfreude auf das fertige Spiel noch einmal deutlich gesteigert.
Jetzt heißt es abwarten
Noch gibt es viele offene Fragen.
Wie entwickelt sich die Geschichte weiter? Welche Rolle spielen die verschiedenen Zeitebenen? Welche Geheimnisse verbergen sich hinter den übernatürlichen Ereignissen? Und wie umfangreich wird das fertige Spiel am Ende sein?
Daneben gibt es natürlich noch einige andere Fragen, die mich beschäftigen. Wird es vielleicht eine Collector’s Edition geben? Ja, ich gebe es zu: Bei schönen Special Editions werde ich regelmäßig schwach 😄
Außerdem würde mich interessieren, welche Schwierigkeitsgrade das Spiel bieten wird. Ich gehöre definitiv nicht zu den Spielern, die jede Herausforderung auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad meistern müssen. Ein gut gemachter Storymodus ist für mich immer eine tolle Option, um die Handlung und die Atmosphäre in Ruhe genießen zu können. Und ganz ehrlich: Meine Zuschauer im Stream dürften vermutlich ebenfalls dankbar sein, wenn sie nicht stundenlang dabei zusehen müssen, wie ich an derselben Stelle scheitere 😅
Genau diese Fragen machen die Wartezeit aber auch spannend.
Eines steht für mich bereits jetzt fest: 1666: Amsterdam gehört zu den interessantesten Spielankündigungen der letzten Jahre. Selten hat mich ein Trailer so schnell begeistert und selten hat ein Prolog meine Neugier so erfolgreich geweckt. Ich bin sehr gespannt, wohin die Reise führen wird und wann das Spiel letztendlich erscheint.
Noch weiß niemand, ob 1666: Amsterdam am Ende wirklich so gut wird, wie es aktuell aussieht. Aber selten hat mich eine Spielankündigung so neugierig gemacht. Sollte der Early Access tatsächlich noch dieses Jahr erscheinen, werde ich definitiv einen Blick hineinwerfen. Und sobald die Vollversion erscheint, wird die Hexe aus Amsterdam mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit ihren Weg in meinen Stream finden. Vielleicht aber auch schon der Early Access…
1666: Amsterdam unterstützen – Wishlist!
Wenn dich 1666: Amsterdam nach all den Informationen genauso neugierig gemacht hat wie mich, kannst du bereits jetzt einen Blick in die Welt des Spiels werfen.
Der Prolog steht kostenlos zum Download bereit und bietet einen ersten Einblick in die Geschichte, die Charaktere und die Atmosphäre des Spiels. Auch wenn das eigentliche Gameplay erst im vollständigen Spiel enthalten sein wird, lohnt sich das Hineinschnuppern meiner Meinung nach auf jeden Fall.
Außerdem kannst du das Spiel bereits auf deine Wunschliste setzen und die Entwickler damit unterstützen. Gerade bei kleineren Studios ist das ein wichtiges Signal dafür, dass Interesse an dem Projekt besteht.
Ich werde die weitere Entwicklung von 1666: Amsterdam jedenfalls gespannt verfolgen und hoffe, dass wir schon bald mehr über Noas Geschichte und die Geheimnisse von Amsterdam erfahren werden.
🔮 Prolog auf Steam
🔮 Spiel auf die Steam-Wunschliste setzen
🔮 Offizielle Webseite (habe ich nicht gefunden)
🔮 Discord
🔮 Epic Games Store (Inhalt nicht in meiner Region verfügbar 🤷🏻♀️)
Hat euch der Trailer genauso begeistert wie mich oder landet 1666: Amsterdam eher nicht auf eurer Wunschliste? Schreibt es mir gerne in die Kommentare!



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