Am Samstag, dem 7. November 2026, ging es für mich gemeinsam mit Cousinchen und ihrer Familie nach München. Unser Ziel war die VeggieWorld, eine Messe rund um den veganen Lebensstil, pflanzliche Alternativen und Nachhaltigkeit. Da ich mich schon länger für pflanzliche Ernährung und nachhaltige Produkte interessiere, war ich natürlich neugierig, was es dort alles zu entdecken geben würde.
Und eines kann ich gleich vorwegnehmen: Verhungern musste auf dieser Messe wirklich niemand. Ganz im Gegenteil! Es gab so viele Möglichkeiten, die unterschiedlichsten Produkte zu probieren, dass sich mein Cousinchen irgendwann köstlich darüber amüsierte, wie ich ständig mit Essen in der Hand um die Ecke kam 😅
Aber genau dafür besucht man doch eine solche Messe, oder?
Mehr als nur vegane Lebensmittel
Die VeggieWorld München, die am 7. und 8. November 2026 im MTC World of Fashion stattfand, zeigte, wie vielfältig das Angebot rund um einen veganen Lebensstil inzwischen ist. Denn Veganismus beschränkt sich nicht nur auf die Ernährung. Auch Kleidung, Kosmetik und andere Alltagsprodukte sowie Fragen des Tier- und Umweltschutzes spielen dabei eine Rolle..
Entsprechend abwechslungsreich war das Angebot der Aussteller. Neben herzhaften Gerichten, pflanzlichen Käsealternativen, Süßigkeiten und Snacks gab es auch Produkte aus anderen Lebensbereichen zu entdecken. Verschiedene Organisationen und Initiativen, darunter Sea Shepherd, ProVeg und Animals’ Angels, informierten zudem über ihre Arbeit und Themen wie Tier-, Umwelt- und Klimaschutz.
Ein Bühnenprogramm mit Vorträgen, Diskussionen und Kochshows ergänzte die Messe. Dabei ging es unter anderem um pflanzliche Ernährung, Tier- und Umweltschutz sowie die Zukunft unseres Ernährungssystems. Wir selbst haben uns allerdings ausschließlich auf die Aussteller konzentriert. Dort gab es schließlich schon genügend zu entdecken und interessante Gespräche zu führen.
Besonders schön fand ich, dass man an vielen Ständen die angebotenen Produkte direkt probieren konnte. Verpackungen und Produktbeschreibungen können noch so viel versprechen – ob einem etwas tatsächlich schmeckt, erfährt man erst, wenn man es selbst ausprobiert. Und genau das habe ich ausgiebig getan. Neben einigen bekannten Produkten gab es auch Dinge, die ich bisher noch nie gegessen hatte. Einige haben mich geschmacklich positiv überrascht, andere waren eine interessante Erfahrung, die ich nicht unbedingt wiederholen muss.

Pflanzlicher Kaviar und französischer Camembert
Zu meinen ungewöhnlicheren Entdeckungen zählte pflanzlicher Kaviar. Die kleinen Kügelchen erinnerten mich von ihrer Konsistenz her ein wenig an die Bubbles aus Bubble Tea, allerdings waren sie deutlich kleiner. Geschmacklich war das Ganze allerdings ausgesprochen fischig.
Damit war es für meinen persönlichen Geschmack fast schon ein bisschen zu authentisch 😅 Ich fand es durchaus interessant, so etwas einmal zu probieren, aber zu meinen neuen Lieblingsprodukten wird dieser Kaviar wohl eher nicht gehören.
Wesentlich mehr überzeugen konnte mich dagegen der vegane Käse von Petit Veganne aus Frankreich. Dort gab es verschiedene pflanzliche Käsespezialitäten zum Probieren, darunter auch eine Alternative zu Camembert. Und was soll ich sagen? Mir haben tatsächlich alle Produkte geschmeckt, die ich dort probiert habe.
Gerade bei veganem Käse finde ich die geschmacklichen Unterschiede teilweise enorm. Nicht jede pflanzliche Alternative kann mich überzeugen, aber die Produkte von Petit Veganne waren definitiv eine der positiven Überraschungen des Tages für mich. So sehr, dass schließlich auch französischer veganer Käse in meiner Einkaufstasche landete.
Not Egg und ein Döner, für den sich das Anstehen lohnte
Neben den verschiedenen Käsespezialitäten gab es noch weitere interessante Produkte zu entdecken. Dazu gehörte beispielsweise Not Egg, eine pflanzliche Ei-Alternative. Ich finde solche Produkte grundsätzlich spannend, da sie zeigen, wie vielseitig die Möglichkeiten geworden sind, tierische Zutaten in der Küche zu ersetzen.
Ein kulinarisches Highlight war für mich der vegane Döner von Seitankönig by Kartoffelkönig. Offenbar hatten nicht nur Cousinchen und ich Appetit darauf, denn wir mussten uns erst einmal anstellen.
Die Wartezeit hat sich aber definitiv gelohnt! Der Döner war sehr lecker und gehört für mich zu den geschmacklichen Höhepunkten des Messebesuchs. Zwischen all den kleinen Kostproben war es außerdem schön, auch einmal etwas Herzhaftes zu essen, das nicht nach zwei Bissen schon wieder verschwunden war.
Überhaupt war das Essen ein ziemlich unterhaltsamer Bestandteil unseres Ausflugs. Während wir gemeinsam über die Messe schlenderten, entdeckte ich immer wieder etwas, das ich unbedingt probieren wollte. Mein Cousinchen hatte jedenfalls ihren Spaß daran, dass ich gefühlt ständig mit einer weiteren Kostprobe auftauchte.
Man muss schließlich gründlich recherchieren. Rein im Interesse der späteren Berichterstattung, versteht sich 😇

Interessante Gespräche und biozyklisch-veganer Anbau
Neben den vielen kulinarischen Entdeckungen fand ich auch die Gespräche mit den Ausstellern sehr interessant. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir ein Gespräch am Stand der Vegan farmers, in dem es um den biozyklisch-veganen Anbau ging.
Dabei handelt es sich um eine Form der ökologischen Landwirtschaft, bei der vollständig auf die kommerzielle Nutztierhaltung und den Einsatz tierischer Dünge- und Betriebsmittel verzichtet wird. Denn auch wenn Obst und Gemüse selbstverständlich pflanzliche Lebensmittel sind, bedeutet das nicht automatisch, dass beim Anbau keine tierischen Produkte verwendet wurden.
In der konventionellen und auch in der ökologischen Landwirtschaft kommen beispielsweise Mist, Gülle oder andere Düngemittel tierischen Ursprungs zum Einsatz. Beim biozyklisch-veganen Anbau setzt man dagegen unter anderem auf pflanzlichen Kompost, Gründüngung und Maßnahmen zum Aufbau der Bodenfruchtbarkeit.
Ich fand es spannend, mehr über diese Form der Landwirtschaft zu erfahren. Beim Einkaufen achtet man schließlich häufig darauf, welche Zutaten in einem Lebensmittel stecken. Wie die Pflanzen angebaut und gedüngt wurden, ist hingegen vermutlich deutlich seltener ein Thema.
Wer sich näher mit dem Thema beschäftigen möchte, findet beim Förderkreis Biozyklisch-Veganer Anbau weitere Informationen.
Muss man eigentlich vegan leben, um eine vegane Messe zu besuchen?
Während unseres Messebesuchs habe ich außerdem eine kleine Beobachtung gemacht. An manchen Ständen wurde offenbar ganz selbstverständlich davon ausgegangen, dass die Besucher bereits vegan leben. So habe ich beispielsweise mitbekommen, wie anderen Besuchern Fragen wie „Wie lange lebst du schon vegan?“ oder „Was hat dich dazu bewegt?“ gestellt wurden.
Grundsätzlich ist daran natürlich nichts auszusetzen. Gerade wenn Menschen aus Überzeugung hinter ihren Produkten und ihrer Lebensweise stehen, möchten sie sich auch mit anderen darüber austauschen. Und möglicherweise entstehen aus solchen Fragen sogar richtig interessante Gespräche.
Trotzdem fand ich diese Selbstverständlichkeit bemerkenswert. Schließlich dürfte eine Messe wie die VeggieWorld nicht nur Menschen ansprechen, die bereits konsequent vegan leben. Auch Vegetarier, Flexitarier oder einfach neugierige Besucher können sich für pflanzliche Produkte interessieren und neue Alternativen kennenlernen wollen.
Meine eigenen Gespräche mit den Ausstellern waren jedenfalls durchweg angenehm. Niemand hat mich nach meinen Ernährungsgewohnheiten gefragt und ich hatte auch nicht das Gefühl, mich für irgendetwas rechtfertigen zu müssen.
Meiner Meinung nach kann man Menschen eher mit guten Produkten, interessanten Informationen und einem offenen Austausch für eine Sache begeistern als mit dem Anspruch, dass gleich alles perfekt umgesetzt werden muss. Aber das ist jetzt meine Meinung und wahrscheinlich nicht radikal genug… Aber sorry: I’m not perfect!

Ein paar Einkäufe durften natürlich auch mit nach Hause
Natürlich blieb es nicht nur beim Probieren. Einige Dinge haben schließlich den Weg in meine Einkaufstasche gefunden.
Bei der Barnhouse Naturprodukte GmbH habe ich mich mit Müsli eingedeckt. Außerdem durfte, wie bereits erwähnt, französischer veganer Käse mit nach Hause. Gerade solche Produkte finde ich auf Messen besonders interessant, weil man sie vor dem Kauf probieren kann und so besser einschätzen kann, ob sie den eigenen Geschmack treffen.
Zu meiner etwas anderen Messeausbeute gehörte allerdings auch ein Zipper-Hoodie von Sea Shepherd Deutschland. Zwischen all den Lebensmitteln gab es auch Stände, an denen es um weitere Themen rund um Tier- und Umweltschutz ging.
So bestand meine Ausbeute am Ende aus einer Mischung aus Leckereien und einem neuen Kleidungsstück. Eine durchaus erfolgreiche Shoppingtour, würde ich sagen. 😄
Großes Interesse und volle Gänge
Während unseres Besuchs fiel mir außerdem der große Besucherandrang auf. Die VeggieWorld war sehr gut besucht und es wurde zunehmend eng zwischen den einzelnen Ständen, besonders ab Mittag. Man musste sich teilweise regelrecht durch die Menschenmengen bewegen und auch die Warteschlangen an den Ständen wurden immer länger. Wer etwas probieren oder kaufen wollte, musste stellenweise etwas Geduld mitbringen.
Auch wenn ich es persönlich angenehmer finde, wenn man etwas mehr Platz hat und sich in Ruhe umsehen kann, habe ich mich über das große Interesse gefreut. Für mich ist das ein positives Zeichen, dass sich viele Menschen mit veganer Ernährung, pflanzlichen Alternativen und einem bewussteren Lebensstil beschäftigen. Gerade Veranstaltungen wie die VeggieWorld bieten eine schöne Gelegenheit, neue Produkte kennenzulernen, sich mit den Ausstellern auszutauschen und mehr über die Hintergründe zu erfahren.
Mein Fazit zur VeggieWorld München 2026
Der Besuch der VeggieWorld München war für mich ein schöner und abwechslungsreicher Ausflug. Besonders gut hat mir die große Auswahl an Kostproben gefallen. So konnte ich einige Produkte kennenlernen, die ich sonst vermutlich nicht so schnell ausprobiert hätte.
Natürlich war nicht alles nach meinem Geschmack. Der ausgesprochen fischige pflanzliche Kaviar wird beispielsweise nicht auf meiner nächsten Einkaufsliste stehen. Dafür haben mich andere Produkte umso mehr überzeugt, allen voran der vegane Käse von Petit Veganne und der köstliche Döner von Seitankönig.
Neben den kulinarischen Entdeckungen waren es auch die Gespräche, die den Besuch interessant gemacht haben. Gerade das Thema biozyklisch-veganer Anbau hat mir gezeigt, dass hinter pflanzlichen Lebensmitteln noch viel mehr stecken kann als die Frage der Zutaten.
Was ich an solchen Veranstaltungen grundsätzlich schön finde, ist die Möglichkeit, neue Dinge kennenzulernen und sich selbst ein Bild davon zu machen. Man muss nicht alles mögen, nicht jede Überzeugung teilen und auch nicht jeden Trend mitmachen. Manchmal reicht es schon, neugierig zu bleiben und etwas Neues auszuprobieren.
Und wenn man dabei ständig mit einer weiteren Kostprobe um die Ecke kommt, hat wenigstens die Familie auch etwas zu lachen 😅
Warst du schon einmal auf der VeggieWorld oder einer ähnlichen Messe? Und gibt es pflanzliche Produkte, die dich geschmacklich besonders überrascht haben?



Hier ist noch Platz für deine Gedanken.
Ich freue mich über deinen Kommentar und die kleinen Hexenschafe lauschen natürlich neugierig mit ✨
@hexe Danke für den interessanten Einblick. Und dafür, das du so völlig selbstlos und aufopferungsvoll für uns recherchiert hast. 😉
Übrigens, da passt noch ein weiterer # prima dazu: #veganeProdukte