Dieses Buch wurde mir vom Bloggerportal als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung bleibt davon unbeeinflusst.

Nachdem ich bereits die komplette Alex-Verus-Reihe von Benedict Jacka gelesen hatte, war ich natürlich neugierig auf seine neue Urban-Fantasy-Reihe rund um Stephen Oakwood und das magische Haus Ashford. Mittlerweile ist mit „Eine Frage der Magie“ bereits der dritte Band erschienen und langsam zeigt sich auch ein gewisses Muster in den Geschichten. Vieles fühlt sich vertraut an, manche Abläufe wiederholen sich und trotzdem greife ich immer wieder gerne zu den Büchern. Denn Benedict Jacka versteht es einfach, eine angenehm lesbare Atmosphäre mit magischen Intrigen, sympathischen Figuren und einem spannenden London-Setting zu verbinden.

Inhalt

Stephen Oakwood besitzt ein natürliches Talent für Magie. Doch Drucraft ist teuer und als jemand aus einfachen Verhältnissen hat er es schwer, in der magischen Welt Englands Fuß zu fassen. Seit er erfahren hat, dass er mit dem mächtigen Haus Ashford verwandt ist, steckt Stephen jedoch immer tiefer in den Intrigen der adeligen Magierfamilien fest, auch wenn er mit seiner Verwandtschaft eigentlich möglichst wenig zu tun haben wollte.

Dabei will Stephen gar nicht viel vom Leben: genug Geld, um seine Rechnungen bezahlen zu können, und ausreichend Zeit, um seine magischen Fähigkeiten weiterzuentwickeln. Doch die Lage spitzt sich zu, als jemand versucht, seinen Cousin Calhoun ermorden zu lassen. Stephen weiß nicht, ob die Gefahr aus den Reihen von Haus Ashford selbst kommt oder von einem äußeren Feind.

Zusätzlich gerät er ins Visier des geheimnisvollen Geheimbundes der Geflügelten, der ihn vor eine gefährliche Entscheidung stellt: Entweder schließt Stephen sich ihnen an oder er wird zu ihrem Gegner. Schnell erkennt er, dass es in dieser Welt keine wirklich guten Optionen gibt und dass er dringend Verbündete braucht, wenn er überleben will.

Buch auf einen Blick

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buch haus ashford

Autor: Benedict Jacka
Übersetzerin: Michelle Gyo
Titel: Haus Ashford – Eine Frage der Magie
Reihe: Stephen Oakwood Reihe
Band: 3
Genre: Urban Fantasy
Erscheinung: 22. April 2026
Verlag: blanvalet
Seiten: 400

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Meinung

Mit der Alex-Verus-Reihe hat Benedict Jacka bereits bewiesen, dass er spannende Urban Fantasy mit einem angenehm flüssigen Schreibstil verbinden kann. Deshalb war ich sehr neugierig auf seine neue Reihe rund um Stephen Oakwood und die magischen Intrigen von Haus Ashford.

Auch diesmal fiel mir der Einstieg leicht. Jacka schreibt gewohnt zugänglich und versteht es, seine Leser schnell in die Welt der Drucraft hineinzuziehen. Besonders das Magiesystem rund um die sogenannten Sigl fand ich erneut spannend. Dass Magie hier nicht einfach „gewirkt“, sondern über teure magische Artefakte kontrolliert wird, sorgt für ein interessantes Machtgefälle zwischen reichen Familien, Konzernen und Menschen wie Stephen, die aus einfachen Verhältnissen stammen.

Stephen Oakwood selbst bleibt für mich weiterhin ein sympathischer Hauptcharakter. Er wirkt bodenständig, manchmal fast etwas überfordert von den politischen und familiären Intrigen, in die er immer tiefer hineingezogen wird. Gerade das macht ihn angenehm greifbar. Er ist kein allmächtiger Held, sondern jemand, der versucht, seinen Platz in einer Welt zu finden, in der Macht und Geld oft wichtiger sind als Moral.

Allerdings merke ich mittlerweile auch, dass die Reihe einem recht vertrauten Muster folgt. Vieles erinnert strukturell an die vorherigen Bände: einige spannende Konflikte, Intrigen im Hintergrund, zwischendurch Action und dann immer wieder ruhigere Abschnitte, in denen die Handlung teilweise etwas auf der Stelle tritt. Gerade im Mittelteil verlor die Geschichte für mich etwas an Tempo und plätscherte stellenweise eher vor sich hin.

Das bedeutet aber nicht, dass das Buch langweilig wäre. Die Atmosphäre des magischen Londons funktioniert für mich weiterhin sehr gut. Die Reihe lebt weniger von permanenten Kämpfen oder großen Wendungen, sondern mehr von Dialogen, Machtspielen und den Beziehungen zwischen den Figuren. Dadurch entsteht fast schon eine leicht cozy wirkende Urban-Fantasy-Stimmung, die ich trotz der Kritikpunkte gerne lese.

Zum Ende hin zieht die Spannung dann wieder deutlich an und macht definitiv neugierig auf die Fortsetzung. Trotzdem hoffe ich, dass Benedict Jacka der Reihe künftig noch etwas mehr eigene Dynamik verleiht. Sollte die Serie ähnlich umfangreich werden wie Alex Verus, braucht es auf Dauer vermutlich mehr neue Impulse, damit sich das Konzept nicht zu sehr wiederholt.

Fazit

„Haus Ashford – Eine Frage der Magie“ ist ein solider dritter Band mit sympathischen Figuren, interessanten magischen Intrigen und einem angenehm lesbaren Schreibstil. Wer ruhiger erzählte Urban Fantasy mit Fokus auf Charaktere und Familienstrukturen mag, dürfte hier weiterhin gut unterhalten werden. Wer dagegen ständig Action oder große Überraschungen erwartet, könnte stellenweise etwas Geduld brauchen.

Bewertung

⭐⭐⭐⭐☆ (4 von 5 Sternen)

Tropes & Vibes

  • Magical Families
  • Hidden Family Secrets
  • Political Intrigue
  • Found Allies
  • Urban Fantasy London
  • Slow Burn Character Development
  • Magical Elite vs. Outsider

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